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... die „Klingende Post" war nicht gerade Vorreiter neuer Musikrichtungen. Hörenswerte Eintagsfliegen und begehrte Vinyl-Raritäten lassen sich dagegen, vor allem Mitte der 60er Jahre, einige finden. Der damals noch völlig unbekannte und stimmgewaltige Tony Marshall singt Christophés „Aline" auf der „Klingenden Post" (1-1966), als wäre er zum Chansonier und nicht zum Kirmessänger geboren. Inge Brandenburg, „The German Ella", durfte sich mit Recht „beste europäische Jazz-Sängerin nennen", kam aber beim Schlagerpublikum überhaupt nicht an. Mit ihrem deutsch gesungenen „Goody, Goody" ist sie auf der „Klingenden Post" (Nr. 15) zu hören. Andere Interpreten aus der 2. Reihe laden ebenfalls zu musikalischen Entdeckungsreisen ein. Mal ehrlich, wer erinnert sich heute noch an Namen wie John Lamers, die Stefanos, Didi-Boy, Suzi Miller, Tony Weller, Bert Varell, Gissy Jung, Jimmy Barber, Line Renaud, Gert Timmermann oder Judita?
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... nur wenige Rillen von Elvis Presley entfernt erklingen der Bretzel- Walzer und das Karwendel-Lied. Bei solch obskurer Nachbarschaft löste manche Überleitung Befremden aus und stellte vertraute Hörgewohnheiten auf eine harte Probe. Auch haperte es schon mal an der korrekten „Translation". Wieder Elvis Presley: auf der 9. Folge wird er so angesagt: „Elvis spielt gerade mit seinem Teddybär", was sich die Hörer gut bildhaft vorstellen können, aber wovon der Text nun mal nicht handelt.
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